Anatomische Grundlagen - Ellenbogen (Art. cubiti)

Im Ellenbogengelenk sind drei Knochen beweglich durch Gelenke miteinander verbunden. Dies ist der Oberarmknochen (Humerus), die Elle (Ulna) und die Speiche (Radius). Verschiedene Gelenktypen (Kugel-, Zapfen- und Scharniergelenk) sorgen dafür, dass das Ellenbogengelenk mit einem großen Radius uneingeschränkt beweglich ist. Das Scharniergelenk und das Kugelgelenk dienen der Beugung und Streckung des Unterarmes. Das Zapfengelenk sorgt für die Drehungen im Unterarm-Handbereich. Den hervorstehenden Teil des Ellenknochens bezeichnet man als Ellenbogen (latein. Olecranon). Es handelt sich dabei um ein Scharniergelenk, dass den Unterarm gegen zurückbiegen sichert.

Einige Muskelgruppen von Arm, Fingern und Hand haben im Ellenbogenbereich ihren Ursprung. Diese sind durch Sehnen mit bestimmten Regionen des Ellenbogenknochens verwachsen. Der Großteil der Beuger findet sich auf der Innenseite (ulnar) des Ellenbogens, die Strecker sind außenseitig (radial) gelegen. Werden die Muskeln auf der Außenseite überlastet, so kann das zu einem Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri radialis) führen. Werden hingegen die Muskelgruppen belastet, die zu den kleinfingerseitigen Finger- und Handbeugern gehören, so kommt es zum Golferellenbogen (Epicondylitis humeri ulnaris).

Eine Epicondylitis ist also stets eine Veränderung entzündlicher oder durch Verschleiß bedingter Ursache am Ansatz der Sehnen am Knochen.

Die Beschwerden werden durch das entzündliche Narbengewebe ausgelöst, das sich am Muskelansatz bildet.

Da die verschiedenen Gelenke im Ellenbogenbereich nicht ständig belastet werden, ist hier ein Verschleiß ohne vorherige Verletzung (Fraktur) oder eine Grunderkrankung wie beispielsweise Rheuma nicht allzu häufig. Bei bestimmten Sportarten oder auch im Handwerk können jedoch verschiedene Erkrankungen im Ellenbogen auftreten, zum Beispiel eine Schleimbeutelreizung.