Morbus Panner

Hierbei handelt es sich um eine Knochenzerstörung, die im Kindes und Jugendalter (zwischen 6. und 10. Lebensjahr bereits auftritt und das Capitulum humeri (Oberarmköpfchen) betrifft. Von dieser Erkrankung sind hauptsächlich Jungen betroffen. Als Ursache werden lokale Durchblutungsstörungen und wiederholte Mikrotraumen (kleine Verletzungen oder Überlastungsfolgen) diskutiert. Die klinischen Symptome sind eher allgemeiner Natur mit Schmerzen am Ellenbogen und einer tastbaren und sichtbaren Schwellung. Manchmal besteht eine endgradige Streckungseinschränkung, aber deutliche Einschränkungen in der Beweglichkeit sind eher selten. (Vergleich: Mb. Perthes - Hüftkopfnekrose)

In der Röntgenaufnahme des Ellenbogens von vorn und seitlich erkennt man die deutlichen Zeichen der Nekrose, umschriebene Auflockerungen in der Knochenstruktur neben Verdichtungen. Später nimmt das Capitulum humeri an Größe ab und ist scheibenförmig verschmälert und sklerosiert. Im weiteren Verlauf sieht man einen Zerfall und später eine völlige Ausheilung. Um eine Arthritis oder eine Osteochondrosis dissecans auszuschließen, werden Labortests durchgeführt.

Therapie

Schonung des betreffenden Ellenbogens und Vermeidung von belastenden Sportarten und Überlastungen, evtl. Ruhigstellung in einer Oberarmgipsschiene oder Salbenverbände helfen. Selten muss operiert werden.