Das Ellenbogengelenk

Das Ellenbogengelenk besteht aus 3 Gelenken, die zusammenspielen. Darin sind drei Knochen beweglich miteinander verbunden, was das Beugen und Strecken ermöglicht. Dies geschicht durch ein Zusammenspiel zwischen Scharnier- und Kugelgelenk. Für die Unterarmdrehungen ist das Zapfengelenk zuständig.

Die drei Knochen: Oberarmknochen (Humerus), Elle (Ulna) und die Speiche (Radius) werden durch kräftige Kollateralbänder seitlich geführt und stabilisiert (Vergleich: Anatomie Kniegelenk). Der Ellenbogen (Olecranon) ist ein hervorstehender Teil des Ellenknochens. Dieses Scharniergelenk bewirkt, dass der Unterarm sich nicht zurück biegen lässt. Aber eine Flexion des Ellenbogengelenkes besteht bis zu 150°. Bei Kindern und Frauen ist sogar eine Überstreckbarkeit von ca. 10° gegeben. Hingegen sind Seitwärtsbewegungen im Ellbogengelenk fast unmöglich, was durch die beiden kräftigen Seitenbänder und der in die Fossa olecrani des Humerus ragende Processus anconeus der Elle verhindern dies.

Da dieses Gelenk nicht ständig unter Last steht, ist ein Verschleiß (Arthrose) ohne eine Frakturen oder eine bestimmte Grunderkrankungen, wie z. B. Rheuma, selten.
Als Erkrankungen kennt man den so genannten Tennisarm. Dies ist eine Entzündung am Sehnenansatz. Schmerzen treten dabei in der Hand- und Fingerarmmuskulatur außen am Oberarmknochen auf. Ignoriert man diese Überlastungserscheinung oder aufgrund einer Infektion kann eine Entzündung des Schleimbeutels am Ellenbogen, der Mediziner nennt das Bursitis, auftreten.

Öfters kugeln sich auch Menschen den Ellenbogen aus. Diese als Luxation bezeichnete Erkrankung ist die zweithäufigste nach der Schulterluxation.
Beim so genannten Golfersyndrom klagen die Patienten über Schmerzen im Bereich des Knochenvorsprung (Epicondylus medialis humeri), an dem Sehnen ansetzen, an der Innenseite des Ellenbogens, die sich bei Faustschluß und Beugung im Handgelenk verstärken. Nicht selten strahlen die Ellenbogenschmerzen in Unter- und / oder Oberarm aus, so dass der ganze Arm schmerzt.